{"id":100,"date":"2020-03-15T19:30:00","date_gmt":"2020-03-15T18:30:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.franziskakroeger.de\/israelblog\/?p=100"},"modified":"2020-03-15T19:30:00","modified_gmt":"2020-03-15T18:30:00","slug":"das-reisen-im-land","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.franziskakroeger.de\/israelblog\/2020\/03\/15\/das-reisen-im-land\/","title":{"rendered":"Das Reisen im Land"},"content":{"rendered":"\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Nachdem wir nun die ein oder andere Strecke mit den \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln zur\u00fcck gelegt haben, kann ich das ein oder andere zum israelischen Nah- und Fernverkehr sagen. Die wichtigste Erkenntnis ist, dass man ankommt. Meistens sogar recht p\u00fcnktlich. Dabei hatte ich nie das Gef\u00fchl, dass es einen wirklich gro\u00dfen Unterschied macht, ob man Bus oder Bahn f\u00e4hrt. Vielmehr fand ich die Busfahrten angenehm, da sie den gleichen Komfort bieten wie Z\u00fcge (ja, WLAN und USB-Ladeports) und trotzdem \u00e4hnlich lange aber zu einem g\u00fcnstigeren Preis fahren. <\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend ich diese Zeilen schreibe, f\u00e4hrt der Bus in einen Stau, der sich in den n\u00e4chsten zwei Stunden nicht aufl\u00f6sen w\u00fcrde &#8211; und der restliche Tag w\u00fcrde mich auch lehren, was es wirklich heisst, mit den &#8222;\u00d6ffis&#8220; unterwegs zu sein. N\u00e4mlich, dass reisen auch in Zeiten von WLAN, USB-Ladeports, Apps und GPS auch immer noch spannend sein kann. Das war am 02. Februar &#8211; seitdem hat sich meine Ansicht \u00fcber das israelische Transportwesen zwar nicht grunds\u00e4tzlich ge\u00e4ndert, aber: Aber es gibt ein paar neue Anekdoten, die ich erz\u00e4hlen kann. Aber ich habe viel mehr Gelassenheit gelernt. Aber irgendwie funktioniert es dann doch ganz gut.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber von vorne:<\/p>\n\n\n\n<p>Der Tag, an dem ich den Beitrag urspr\u00fcnglich im Bus schreiben wollte, war der Tag, an dem wir von der ersten Farm zur zweiten Farm fahren. Nat\u00fcrlich und standesgm\u00e4\u00df mit dem Bus. Eine Zwischenstation machen wir in einer Stadt namens Bnei Brak, um unsere Volunteer-Visa zu bekommen. Das ist aber noch mal eine ganz andere Geschichte&#8230; Von Bnei Brak wollen wir dann in den Norden des Landes fahren, nach Galil\u00e4a. Dort m\u00fcssen wir bis 18:00 Uhr sein, da die neuen Gastgeber einen Termin am Abend haben. Die Fahrt soll je nach Verbindung zwei bis zweieinhalb Stunden dauern. Da wir als Abfahrtszeit etwa 14:00 Uhr anpeilen, sollte das ja auch kein Problem sein. <\/p>\n\n\n\n<p>Denkste!<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.franziskakroeger.de\/israelblog\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/img_20200204_1305543647673758248304861-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-167\" \/><figcaption>An den Bushaltestellen steht man in der Regel nicht alleine. <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Der Betrieb des favorisierten Bus&#8216; sei ge\u00e4ndert, das zeigt auch die Reise-App &#8222;Moovit&#8220; bereits an. Wir sind uns nicht sicher, ob es mit der Baustelle zu tun hat, die wir unweit der Haltestelle sehen und gehen eine Haltestelle weiter. Dort kommt eben der Bus aber trotzdem nicht und so suchen wir uns aus den Vorschl\u00e4gen der App eine Alternative. Diese kommt zwar, aber die Reiselust ist auch nur von kurzer Dauer, denn nach zwei Haltestellen stottert der Motor und das Gef\u00e4hrt kommt zum Stehen. Da kaum einer Englisch spricht, gestikuliert sich Franzi durch die Situation &#8211; und w\u00e4hrend sie noch mit einer Gruppe orthodoxer Jugendlicher versucht zu kl\u00e4ren, was der Stand der Dinge ist, sieht sie den Bus den wir urspr\u00fcnglich nehmen wollten. Mit viel Gewinke kriegt sie ihn zum Stehen und so k\u00f6nnen wir die Fahrt zwar mit einiger Versp\u00e4tung aber zumindest von der Strecke her wie geplant fortsetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem morgendlichen Stau und den motorbedingten Schwierigkeiten dauert die Fahrt nun schon eine ganze Weile. An die Gastgeber wurde kommuniziert, dass es immer sp\u00e4ter wird. Noch jedoch haben wir das Gef\u00fchl, dass wir, wenn auch knapp, so doch aber noch vor der anvisierten Deadline ankommen werden. Noch vor der n\u00e4chsten M\u00f6glichkeit zum Umsteigen f\u00e4hrt der Bus auf offener Strecke allerdings rechts ran. Ein Blick durch den Bus offenbart, dass wir die letzten Fahrg\u00e4ste sind. Der Busfahrer erkl\u00e4rt im gebrochenen Englisch, dass er eine 12-Stunden-Schicht hatte und er jetzt keinen Meter mehr fahren werde. Es sei ein Ersatzfahrer angefordert aber er wisse auch nicht, wann der genau kommen werde&#8230; So jedenfalls schaffen wir es nicht bis 18:00 Uhr zum Ziel. Wir verst\u00e4ndigen die Gastgeber und fahren von unserem Standort aus mit drei weiteren Bussen nach Haifa, wo wir die Nacht verbringen und am n\u00e4chsten Tag ohne gr\u00f6\u00dfere Hindernisse auch die neuen Gastgeber erreichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz dieser wirklich sehr schief gelaufenen Reise w\u00fcrde ich immer noch sagen, dass das Reisen in Israel mit dem \u00f6ffentlichen Personennahverkehr gut funktioniert. Das hat nach meiner Einsch\u00e4tzung ein paar Gr\u00fcnde: zum einen ist das Land klein, sodass sich selbst lange Busfahrten auf ein paar Stunden beschr\u00e4nken. Dar\u00fcber hinaus gibt es z.B. um Tel Aviv herum auch extra Fahrbahnen, die Bussen und Fahrzeugen mit mehreren Insassen vorbehalten sind. Auch das hilft beim schnelleren Vorankommen. Dadurch, dass das Angebot auch angenommen wird, scheinen sich auch sehr gute Preise zu ergeben. Selten zahlen wir deutlich mehr als zehn Euro um von A nach B zu kommen. F\u00fcr die Fahrt von Tel Aviv in den S\u00fcden haben wir zum Beispiel weniger als f\u00fcnf Euro gezahlt. Der Preis unterscheidet sich je nach gew\u00e4hlter Strecke und je nach gew\u00e4hlter Busgesellschaft allerdings schon, jedoch haben wir noch keine M\u00f6glichkeit gefunden, den Preis vor Abfahrt irgendwo einigerma\u00dfen verl\u00e4sslich nachzuschlagen. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.franziskakroeger.de\/israelblog\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/img_20200204_0936408056834489869122931-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-168\" \/><figcaption>Manche Busse sind wirklich sehr liebevoll dekoriert. Wobei sich hier der Anlass nur erahnen l\u00e4sst. <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Grunds\u00e4tzlich kann ich also jeden Reisenden in Israel nur ermutigen, sich auf das Abenteuer &#8222;\u00d6ffis&#8220; einzulassen. Man sollte etwas Zeit einplanen, da grade die Busse nicht exakt fahren und die angegebenen Zeiten meist eher Richtwerte sind. Aber ankommen wird man in den meisten F\u00e4llen schon wie geplant. Beachtet werden muss nat\u00fcrlich, dass in der Zeit von Freitag Nachmittag bis Samstag Nachmittag in der Regel keine \u00d6ffentlichen fahren, da auch sie die Shabbat-Ruhe beachten. In Tel Aviv wiederum gilt das aber nicht. Aus eigener (leidvoller) Erfahrung kann ich auch sagen, dass der ersten Bus am Samstag Abend voll sein wird, da dann viele wieder zur\u00fcck reisen. Wo auch immer dieses &#8222;zur\u00fcck&#8220; liegen mag.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr das einfachere Bezahlen hat Israel vor l\u00e4ngerer Zeit ein System namens &#8222;Rav Kav&#8220; eingef\u00fchrt. Die &#8222;Rav Kav&#8220; ist eine kreditkartengro\u00dfe Karte, auf der man Guthaben speichern kann und mit der der Bus oder die Bahn bezahlt werden kann. Das funktioniert in den meisten Bussen auch ganz gut &#8211; unser Pech war, dass nat\u00fcrlich just der erste Bus, der uns fahren sollte, die Rav Kav nicht akzeptierte. So sind wir die ersten Meter in Israel tats\u00e4chlich auf Kulanz des Fahrers gefahren. Es blieb dann aber auch der einzige Bus, der die Karte nicht akzeptierte. Dar\u00fcber hinaus werden die Fahrkarten direkt auf der Karte gespeichert, sodass neben dem Zusammensuchen von Kleingeld auch das l\u00e4stige Hantieren mit einem Zettel entfallen k\u00f6nnte, wenn es konsequent gemacht werden w\u00fcrde. Dar\u00fcber hinaus kann man mit NFC und einer entsprechenden App die Karte auch \u00fcber das Handy wieder mit Guthaben aufladen, die Fahrdaten auslesen und dergleichen mehr. Ich fand in der Zeit, in der meine Karte funktionierte diese im Zusammenspiel mit der App echt gut und praktisch.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.franziskakroeger.de\/israelblog\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/screenshot_20200303_154424_com532644856409673604-473x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-166\" \/><figcaption>Die App &#8222;Moovit&#8220; hilft ungemein beim Bus- und Bahnfahren. <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Eine weitere App, die beim Reisen mit den \u00d6ffentlichen unverzichtbar ist, ist &#8222;Moovit&#8220;. Sie erleichtert das Reisen im Land ungeheuer. Zwar kann man keine Tickets kaufen, wie man es beispielsweise von der Bahn-App kennt, daf\u00fcr sucht die App unabh\u00e4ngig vom Betreiber die beste Verbindung raus und reagiert auch bei Versp\u00e4tungen oder Ausf\u00e4llen gut. Per GPS-Tracking wird dann die Reise verfolgt und es gibt rechtzeitig vor der ausgew\u00e4hlten Haltestelle einen Hinweis, das man aussteigen muss. Auch Umstiege werden durch die App gut angeleitet und die Laufwege, falls es welche gibt, gut angezeigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich fand das Reisen mit den Bussen in Israel jedenfalls recht einfach und angenehm, auch wenn es von Zeit zu Zeit zu einigen unvorhersehbaren Abenteuern f\u00fchrte. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem wir nun die ein oder andere Strecke mit den \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln zur\u00fcck gelegt haben, kann ich das ein oder andere zum israelischen Nah- und Fernverkehr sagen. Die wichtigste Erkenntnis ist, dass man ankommt. Meistens sogar recht p\u00fcnktlich. 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