{"id":101,"date":"2020-02-25T15:37:45","date_gmt":"2020-02-25T14:37:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.franziskakroeger.de\/israelblog\/?p=101"},"modified":"2020-02-25T15:37:45","modified_gmt":"2020-02-25T14:37:45","slug":"ein-intermezzo-mit-ziegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.franziskakroeger.de\/israelblog\/2020\/02\/25\/ein-intermezzo-mit-ziegen\/","title":{"rendered":"Ein Intermezzo mit Ziegen"},"content":{"rendered":"\n<p>Nachdem wir tolle vier Wochen bei der ersten Farm in der N\u00e4he Tel Avivs verbracht hatten, wurde es Zeit sich um eine neue Farm zu k\u00fcmmern. Um m\u00f6glichst viel vom Land sehen zu k\u00f6nnen, hatten wir uns bereits im Vorfeld unserer Auszeit dazu entschieden, in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden die Farmen zu wechseln und mit jedem Wechsel eine andere Region kennen zu lernen. Israel ist geographisch und klimatisch gesehen \u00e4u\u00dferst vielf\u00e4ltig, gibt es doch die Negev W\u00fcste mit trockenen, hei\u00dfen Sommern und wenig Vegetation im S\u00fcden mit Grenzlinien nach Jordanien und \u00c4gypten, aber eben auch eine gem\u00e4\u00dfigte Zone mit \u00fcppig gr\u00fcner Vegetation von Tel Aviv bis zur Grenze zum Libanon im Norden. An der Grenze zum Libanon gibt es sogar ein Skigebiet am Berg Hermon, auf dem auch zur Zeit Schnee liegt &#8211; wenn auch nicht ausreichend, um Wintersport zu treiben. <\/p>\n\n\n\n<p>In der N\u00e4he von Tiberias, in Galil\u00e4a, so entschieden wir, sollte also die n\u00e4chste Farm liegen. Galil\u00e4a d\u00fcrfte jedem, der im Religionsunterricht ein wenig aufgepasst hat, ein Begriff sein: der Geburtsort Nazareth sowie der prim\u00e4re Wirkungskreis Jesu, um mit Kana, dem See Genezareth und Tiberias nur wenige Beispiele zu nennen, liegt in Galil\u00e4a. Einen Exkurs zu biblisch-historischen Orten werden wir vielleicht in einem anderen Beitrag vornehmen. <\/p>\n\n\n\n<p>Nun schrieben wir also eine Farm an, die in allererster Linie Ziegen h\u00e4lt und aus deren Milch K\u00e4se herstellt. &#8222;Was f\u00fcr eine interessante Farm!&#8220;, dachten wir und hofften darauf, viel \u00fcber die Tiere, deren Haltung und vielleicht sogar \u00fcber die K\u00e4seherstellung lernen zu k\u00f6nnen, und dies dar\u00fcber hinaus in der gr\u00fcnen H\u00fcgellandschaft Galil\u00e4as. Auf unsere eine halbe DIN A4-Seite umfassende Anfrage, in der wir ein bisschen was \u00fcber uns erz\u00e4hlten, kam die ausf\u00fchrliche Antwort &#8222;You can come&#8220;. \u00dcbliche Antworten anderer Farmen waren eher &#8222;You sound great, we would love to have you here&#8220; oder &#8222;It&#8217;d be great to have you guys here to help us out&#8220;. Die darauf folgende Kommunikation k\u00fcndigte sich somit als Vorbote dessen an, was uns dort noch erwarten sollte. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Hinfahrt gestaltete sich mehr als abenteuerlich: nachdem wir in der Beh\u00f6rde, die uns unser Volunteer-Visum ausgestellt hat, satte zwei Stunden statt der angedachten zehn Minuten verbracht hatten, kam der Bus nicht, den wir eigentlich nehmen wollten. Die dann gefundene Alternative blieb nach zwei Haltestellen mit einem Motorschaden liegen. Als wir gerade im Begriff waren, per App eine Alternative C zu ermitteln, sahen wir zuf\u00e4llig den urspr\u00fcnglich gew\u00e4hlten Bus und konnten ihn heranwinken, um einzusteigen. Kaum auf der Autobahn gerieten wir in einen Stau, der seinesgleichen suchte: ganze zwei Stunden ben\u00f6tigten wir f\u00fcr etwa 5 km.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.franziskakroeger.de\/israelblog\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/20200205_160148-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-144\" \/><figcaption>Blick \u00fcber die Farm in Richtung von Kana und Nazareth, Galil\u00e4a<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>So gegen 16:00 Uhr stellten wir fest, dass wir es bis 18:00 Uhr, dem zeitlichen Limit unserer neuen Gastgeber, nur mehr knapp bis zu deren Farm schaffen w\u00fcrden. Final besiegelte jedoch der Busfahrer unser Schicksal an diesem Tag, denn er hielt recht unverhofft an und verk\u00fcndete, dass er eine 12 Stunden Schicht hinter sich habe und wir nun auf einen neuen Busfahrer warten m\u00fcssten. Kurzerhand entschieden wir umzuplanen und die Nacht in Haifa zu verbringen. Nach drei weiteren Bussen strandeten wir in einem gem\u00fctlichen Hostel mit gespr\u00e4chigem Inhaber, das erst k\u00fcrzlich er\u00f6ffnet hatte: das Backpackers Nest Hostel. Hier konnten wir dann noch einmal Luft holen und genossen bei Pizza, Chips und Bier den unverhofften Abend.<\/p>\n\n\n\n<p>In den n\u00e4chsten Tagen sollte sich der Spruch bewahrheiten, dass wir auf das Schicksal h\u00e4tten h\u00f6ren sollen, als es mit allen Mitteln versuchte uns davor zu bewahren, auf dieser Farm anzukommen&#8230;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.franziskakroeger.de\/israelblog\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/IMG_20200205_151515-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-108\" \/><figcaption>rustikales Ambiente bestimmte die Farm &#8211; bei warmen Temperaturen w\u00e4re das bestimmt auch kein Problem gewesen<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Der erste, optische Eindruck der Ziegenfarm war eindrucksvoll. Wir wussten, dass die Farm von den Eigent\u00fcmern in jahrelanger Eigenarbeit erbaut worden war. Es gab mehrere kleine, gemauerte Geb\u00e4ude, einen etwa 100 m langen Stall, der in mehrere kleine Sektionen unterteilt war sowie daran angeh\u00e4ngt die Melkstation. Viele T\u00fcren, Gatter und S\u00e4ulen sind mit ausgesuchten Mustern handbemalt worden, teilweise auch von Freiwilligen, wie wir von der Beschreibung der Farm auf der WWOOF-Webseite gelesen hatten. Sowieso hatten wir die meisten Informationen \u00fcber unsere Gastgeber und ihre Arbeit von einem kurzen Beschreibungstext bei WWOOF &#8211; von ihnen selbst bekamen wir nur sp\u00e4rlich Informationen. Konversation beschr\u00e4nkte sich beim Fr\u00fchst\u00fcck oder Abendessen zumeist auf Aufgaben, die wir zu erledigen hatten. Nach dem ersten Tag dann auch darauf, was wir anders h\u00e4tten machen sollen, weil&#8230;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.franziskakroeger.de\/israelblog\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/20200206_140051-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-148\" \/><figcaption>T\u00e4gliches S\u00e4ubern der Melkstation<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Grunds\u00e4tzlich ist damit auch schon alles zur Kommunikation unserer Gastgeber mit uns gesagt. Denn leider beschr\u00e4nkte es sich in den n\u00e4chsten Tagen darauf, zugerufene kurze Arbeitsanweisungen zu befolgen und sich in der Regel danach erkl\u00e4ren zu lassen, was wir falsch gemacht h\u00e4tten. Dabei waren wir als Wissenschaftler nat\u00fcrlich wissenshungrig und wollten gerne mehr \u00fcber die Farm, das Land, die Tiere und die Hintergr\u00fcnde unserer T\u00e4tigkeiten wissen. Die h\u00e4ufigste Antwort war dann aber leider zumeist etwas im Sinne des &#8222;You will learn&#8220; oder &#8222;slowly, slowly&#8220;. Dabei waren die Fragen teilweise auch durchaus wichtig f\u00fcr unsere Arbeit und, so krass das klingen mag, entscheidend \u00fcber Leben und Tod. Nicht von Menschen zwar, so doch aber von den frisch geborenen Ziegen und Schafen. Was wir uns aus den Informationen und den Beobachtungen mit der Zeit zusammenreimen konnten, war, dass zu fr\u00fch geborene Tiere Schwierigkeiten mit dem selbstst\u00e4ndigen Trinken haben, ebenso wie, dass sehr junge Ziegenm\u00fctter nicht wissen, dass sie ihren Babies das Trinken beibringen m\u00fcssen. Was macht man also, wenn eine Ziege gebiert, wie geht man mit dem Neugeborenen um, wenn die Mutter es nicht trinken l\u00e4sst, was geschieht mit Totgeburten, was, wenn zugef\u00fcttert werden muss, aber die Zicklein nicht trinken, was dann? &#8222;Slowly, slowly you will learn&#8220;. Nun, aber die Zicklein im Zweifel nicht mehr, weil es dann zu sp\u00e4t ist.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.franziskakroeger.de\/israelblog\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/IMG_20200207_104750_Zuschnitt-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-120\" \/><figcaption>Der Versuch, ein Zicklein aus der S\u00e4uglingsstation zu seinem Gl\u00fcck zu zwingen und es zu f\u00fcttern, musste in den meisten F\u00e4llen abgebrochen werden, weil wir nicht wussten, was wir noch probieren sollten<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Sicherlich kann man bei 200 Tieren nicht zu jedem eine enge Beziehung aufbauen, f\u00fcr uns aber schien es unmenschlich, die Tiere einfach sterben zu lassen. Noch dazu, weil wir uns verantwortlich f\u00fchlten, da die Aufgabe des F\u00fctterns an uns herangetragen worden war. Aber was, wenn wir die Tiere aufgrund von fehlenden Angaben nicht f\u00fcttern k\u00f6nnen? Mehrmaliges Nachfragen blieb unbeantwortet. F\u00fcr uns eine frustrierende und undankbare Arbeit, die uns nach einer Weile nur noch w\u00fctend werden lie\u00df. Nichts konnten wir tun und so f\u00fchlten wir uns bei jedem Zicklein, das starb, ohnm\u00e4chtig hilflos. Wohlgemerkt, am letzten Tag unserer kurzen Zeit auf der Farm wurde uns schlie\u00dflich gezeigt, dass die Zicklein die Flasche in den Hals geschoben kriegen, um sich kontinuierlich an der Milch zu verschlucken, die ihnen aufgezwungen wird &#8211; Milch getrunken haben sie dadurch auch nicht wirklich. Was hingegen effektiver war, war die Mutterziegen dazu zu zwingen, ihre Babies trinken zu lassen, indem man sie an den H\u00f6rnern festh\u00e4lt und einen kr\u00e4ftigen Klaps auf die Flanke gibt, wenn sie Anstalten machen, die Kleinen wegzudr\u00e4ngen. Fazit: bei Tierhaltung darf man nicht zimperlich sein und Arbeit beginnt mit Tierf\u00fctterung fr\u00fch morgens und endet mit Tierf\u00fctterung sp\u00e4t abends. Neun bis zehn Stunden Arbeiten waren f\u00fcr uns bei dieser Farm an der Tagesordnung.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.franziskakroeger.de\/israelblog\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/20200205_155232-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-149\" \/><figcaption>Gesunde und muntere Zicklein<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Und etwas anderes r\u00fcckte parallel dazu in unsere Wahrnehmung, was uns dann auch eine Weile und leider nicht nur auf dieser Farm begleiten w\u00fcrde: &#8222;klassisches&#8220; Rollendenken, ganz im Sinne der 1950&#8217;er Jahre. Fragen wurden in der Regel und haupts\u00e4chlich in Krischans Richtung beantwortet, egal, wer sie gestellt hatte. Franzi wurde bei k\u00f6rperlicher Arbeit immer au\u00dfen vor gelassen, auch wenn sie sie durchaus h\u00e4tte bewerkstelligen k\u00f6nnen. Hier gilt noch, dass der Mann die k\u00f6rperliche Arbeit erledigt und die Frau daf\u00fcr zu sorgen hat, dass Haus und Hof in Ordnung sind und das Herdfeuer stets gesch\u00fcrt und genutzt wird. Na herzlichen Dank&#8230;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.franziskakroeger.de\/israelblog\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/IMG_20200207_104413-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-121\" \/><figcaption>Die Hundewelpen waren ein echter Lichtblick, da sie gut gen\u00e4hrt und immer verspielt waren<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Neben dieser emotionalen K\u00e4lte f\u00fchrte auch die tats\u00e4chlich einsetzende physische K\u00e4lte, nachts lagen die Temperaturen um den Gefrierpunkt, zu einem sehr unangenehmen Klima, dass abend- und n\u00e4chtliches Frieren normal werden lie\u00df und K\u00f6rper und Gedanken einfror. Da wir in dem uns zugewiesenen Zimmer wie auch in gro\u00dfen Bereichen der Farm kein flie\u00dfendes warmes Wasser hatten, sprang nach einiger Zeit die Haut an den H\u00e4nden auf und die stets kalten F\u00fc\u00dfe wurden ein ewiger Begleiter. Nun w\u00fcrde man vermuten, dass man all das ja nach einer warmen Dusche am Ende des Tages h\u00e4tte vergessen k\u00f6nnen. Allerdings war die Dusche am anderen Ende der St\u00e4lle und in einem sehr schlechten Zustand. Sie habe warmes Wasser, wurde uns versichert. Allerdings konnte man an der Armatur vorbei in die Landschaft gucken und beheizt war der Raum nicht. Ausprobiert haben wir sie somit nicht (hmmm&#8230; Ziegendung, ranzige Milch und Geburtsschnodder&#8230;). Zu weit der Weg, zu ungesch\u00fctzt die Dusche, viel zu kalt die Umgebung und zu dreckig die gemauerte Duschkabine. Auch der im Zimmer stehende Ofen stellte sich nur bedingt als Hilfe heraus. Zwar konnte er in \u00fcberschaubarem Ma\u00dfe W\u00e4rme spenden, doch ging das einher mit einer enormen Rauchentwicklung, die sich trotz (oder vielleicht wegen) des selbstgebauten Abzugs im Zimmer verteilte und schnell die Augen tr\u00e4nen lie\u00df. Wirklich gew\u00e4rmt wurde man nur, wenn man direkt vor dem Ofen sa\u00df. Wo wir wieder bei der eigenen Heizung w\u00e4ren&#8230; &#8222;Krischaaaaaan?&#8220; \ud83d\ude00<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.franziskakroeger.de\/israelblog\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/IMG_20200205_171728-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-124\" \/><figcaption>Trotz der sch\u00f6nen Aussicht war die Toilette doch auch stets sehr zugig. Und wirklich hygienisch&#8230;?<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Nach ein paar Tagen kam dann noch Unterst\u00fctzung in Form eines jungen Amerikaners, der auch auf der Farm arbeiten wollte. Zu diesem Zeitpunkt stand aber f\u00fcr uns auch schon fest, dass wir die Farm nach einer Woche verlassen wollten. Unseren Gastgebern gaben wir zwei Tage Vorwarnung. Nicht weiter \u00fcberraschend war es dann, dass unsere Gastgeberin nach unserer Ank\u00fcndigung die Schuld in der schwierigen und fehlerhaften Kommunikation bei uns sah und nicht bei ihrem Mann, dessen Humor wir nur nicht verst\u00fcnden und und und&#8230; Er f\u00fcr seinen Teil machte sp\u00e4ter Witze dar\u00fcber, dass wir nicht bei dem &#8222;b\u00f6sen, b\u00f6sen alten Mann&#8220; bleiben wollten. Konstruktiver Umgang mit Kritik geht definitiv anders.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.franziskakroeger.de\/israelblog\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/20200206_144428-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-145\" \/><figcaption>Die offene K\u00fcche der Farm, mit Katzen die Superkr\u00e4fte besitzen, denn sie k\u00f6nnen K\u00fcchenschr\u00e4nke und Dosen \u00f6ffnen (kein Scherz)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.franziskakroeger.de\/israelblog\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/20200205_152637-1-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-150\" \/><figcaption>Der Hexenkessel durfte nicht fehlen im Haus der&#8230; oh warte, das ist die Sp\u00fcle<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.franziskakroeger.de\/israelblog\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/20200206_144424-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-147\" \/><figcaption>Salat, Reis und Aubergine mit ein wenig Ziegenk\u00e4se gab es jeden Tag<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Zuguterletzt hatte das Ganze auch noch ein sehr unsch\u00f6nes Nachspiel, da Franzis H\u00e4nde durch die st\u00e4ndige K\u00e4lte und das Hantieren mit kaltem Wasser derart in Mitleidenschaft gezogen worden waren, dass wir in Nazareth ins Krankenhaus gegangen sind. Es waren starke Hautschwellungen an einigen Gelenken und Fingergliedern aufgetreten, die es bald nahezu unm\u00f6glich machten die Finger zu beugen. Am ersten Abend, an dem die H\u00e4nde wieder warm werden konnten, n\u00e4mlich im Hostel in Nazareth, wurden die Hautschwellungen fast unertr\u00e4glich. Waren es Frostbeulen? Eine allergische Reaktion? Oder sogar eine bakterielle Infektion? <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.franziskakroeger.de\/israelblog\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/IMG_20200211_212129-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-125\" \/><figcaption>&#8222;These hands have seen some work&#8220; &#8211; Kommentar unserer neuen Gastgeberin der dritten Farm am Tag unserer Ankunft<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Im Krankenhaus haben sich etwa f\u00fcnf verschiedene \u00c4rzte die H\u00e4nde angesehen und unterschiedliche Theorien dazu entwickelt, was es sein k\u00f6nnte. Ein Blutbild gab keine weiteren Erkenntnisse. Entsprechend breit wurde dann mit Schmerzmittel, Antihistaminikum und Steroiden behandelt &#8211; die verschriebenen Antibiotika hat Franzi sich vorerst nicht in der Apotheke geholt und schlussendlich gl\u00fccklicherweise auch nicht gebraucht. Mit einer reichhaltigen Pflege, W\u00e4rme und weniger Belastung nahmen die Schwellungen innerhalb von ein paar Tagen wieder ab. Der Nachhall der Eindr\u00fccke auf dieser Farm blieb uns jedoch um einiges l\u00e4nger noch erhalten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.franziskakroeger.de\/israelblog\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/IMG_20200211_113536-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-151\" \/><figcaption>Raubtierf\u00fctterung<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Unterm Strich war es eine Lektion in vielen Dingen, die wir seit dem  sehr viel genauer im Auge behalten: haben wir einen geregelten  Tagesablauf? Wird von uns Arbeit \u00fcber die bei WWOOF \u00fcblichen sechs Stunden hinaus erwartet? K\u00f6nnen wir unsere Freizeit gestalten und auch die Wochenenden zum Reisen und Sightseeing nutzen? Werden wir ernst  genommen, wird auf Augenh\u00f6he kommuniziert und wird unsere Arbeit  angemessen ber\u00fccksichtigt? Nach einer Woche brachen wir also auf zu einer neuen Farm, die Gutes versprach. Und so viel sei vorweg genommen: die Anreise war v\u00f6llig problemfrei. <\/p>\n\n\n\n<p>Eure Franzi und euer Krischan<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem wir tolle vier Wochen bei der ersten Farm in der N\u00e4he Tel Avivs verbracht hatten, wurde es Zeit sich um eine neue Farm zu k\u00fcmmern. 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