{"id":41,"date":"2020-02-02T16:58:54","date_gmt":"2020-02-02T15:58:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.franziskakroeger.de\/israelblog\/?p=41"},"modified":"2020-02-02T16:58:54","modified_gmt":"2020-02-02T15:58:54","slug":"akko-oder-acre-oder-%d7%a2%d7%9b%d7%95","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.franziskakroeger.de\/israelblog\/2020\/02\/02\/akko-oder-acre-oder-%d7%a2%d7%9b%d7%95\/","title":{"rendered":"Akko oder Acre oder \u05e2\u05db\u05d5"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\">\n<p>Die Stadt hat bestimmt genau so viele Namen, wie sie Geschichten hat. Im deutschen als &#8222;Akko&#8220; bekannt, im englischen als &#8222;Acre&#8220;, im hebr\u00e4ischen als \u05e2\u05db\u05d5 oder aber sonst auch &#8222;Acho&#8220; oder &#8222;St. Jean d&#8217;Acre&#8220; oder im historischen als &#8222;Ptolmais&#8220;, blickt diese Stadt auf eine lange und nicht immer friedliche Zeit zur\u00fcck. Ich werde mich im weiteren Text der deutschen Bezeichnung &#8222;Akko&#8220; bedienen. Auf Wikipedia kann man nachlesen, dass erste Siedlungsspuren in das dritte Jahrtausend vor Christi datiert werden, aber keine Angst, eine ausufernde Geschichtsstunde werde ich nicht starten. Vielmehr gibt es ein paar Erlebnisse aus der Stadt &#8211; und Bilder.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.franziskakroeger.de\/israelblog\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/img_20200117_124346-014223856144149357695-scaled.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-36\" \/><figcaption>Aus unserem Zimmer haben wir recht direkt auf eine Wand geschaut. Aber  auch kein Wunder, da unsere Unterkunft wunderbar in der Altstadt gelegen  war und so Teil des engen Gassen-Wirrwarrs war. <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Wir hatten uns ein verregnetes Wochenende im Januar ausgesucht, um die Stadt zu besuchen. Das eh schon leicht triste Stadtbild wurde durch das Wetter nur noch unterstrichen und zeigte sich von einer eher unsch\u00f6nen Seite. Davon hebt sich die Altstadt in den Festungsmauern deutlich ab \u2013 hier ist es hell und angenehm. Wir hatten auch ein wenig Gl\u00fcck bei unserem Wochenendbesuch: zwar ist die Stadt grunds\u00e4tzlich zu 70 % j\u00fcdisch, was bedeutet, dass in der gesamten Stadt in der Shabbat-Zeit von Freitag 15:00 bis Samstag 17:00 Uhr wirklich nichts offen hat und auch keine Busse fahren. Allerdings ist die Altstadt zu 95 % arabisch besiedelt und so waren am Wochenende die M\u00e4rkte und Caf\u00e9s doch auch ge\u00f6ffnet. Und neben all den kulturell und historisch bestimmt bedeutenden Dinge haben wir dann auch endlich unsere ersten Falafel gegessen. Sogar zweimal. Und es war toll! Den legend\u00e4ren Hummus Laden von Said konnten wir leider nicht besuchen, weil ausgerechnet der nat\u00fcrlich Shabbatruhe gehalten hat. In Akko haben wir zudem das erste Mal arabischen Kaffee, auch bekannt als Mokka, getrunken. Damit haben wir dann auch einen neuen Favoriten in unserer Kaffeespezialit\u00e4tenliste auf den oberen Pl\u00e4tzen. Lecker, s\u00fc\u00df und w\u00fcrzig, l\u00e4sst er sich auch hervorragend nachbrauen: denn f\u00fcr Mokka braucht man nicht viel mehr als einen Topf, Kaffeepulver, Kardamompulver und Zucker.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignnone size-full wp-image-43\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.franziskakroeger.de\/israelblog\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/img_20200118_080808_edited5431224621905008882-scaled.jpeg\" alt=\"\" \/><figcaption>Nach dem wir wussten, wie man Mokka selber kocht, haben wir das sehr genossen. Die Quintessenz war: kein Mokka nach 16.00 Uhr, wenn wir nachts schlafen wollten.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Akko war besonders in der neueren Zeit immer wieder Dreh- und Angelpunkt gewaltsamer Auseinandersetzungen: die Stadt war Ausgangspunkt dreier Kreuzz\u00fcge (um 1100 n. Chr.) und wurde entsprechend stark befestigt &#8211; sowohl see- als auch landseitig. Dar\u00fcber hinaus hat Napoleon Ende des 18. Jahrhunderts vergeblich versucht die Stadt einzunehmen (&#8222;Wer Akko erobert, erobert die Welt&#8220; soll er beim R\u00fcckzug gebr\u00fcllt haben). Zuguterletzt ging die Stadt als Hochburg des Widerstands gegen die britische Besatzung bis 1948 in die Geschichtsb\u00fccher ein: es war die letzte Festung der Briten und nach der Befreiung mehrerer j\u00fcdischer, gefangener K\u00e4mpfer aus eben dieser Festung war auch die Vormachtstellung der Britten im frisch deklarierten Israel gebrochen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignnone wp-image-38 size-full\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.franziskakroeger.de\/israelblog\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/img_20200117_155438-015712430820037874942-scaled.jpeg\" alt=\"\" \/><figcaption>Die Befestigungsanlage ist eine der beeindruckendsten, die ich jeh gesehen habe&#8230;<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>F\u00fcr uns, die wir die Geschichte in Museen bestaunt haben, hielt der Trip einige lehrreiche Lektionen \u00fcber die M\u00f6glichkeiten, wie man ein modernes Museum gestalten kann, bereit.<br>Wir haben als erstes die Crusader Citadel besucht, die hochmodern die Geschichte der Stadt und der Zitadelle pr\u00e4sentiert. Die Anlage sieht von au\u00dfen schon beeindruckend aus, ist aber im Inneren durch die verschiedenen H\u00f6henstufen noch weitaus weitl\u00e4ufiger als man es erahnen kann.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignnone wp-image-37 size-full\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.franziskakroeger.de\/israelblog\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/img_20200117_152815-023283182030858086443-scaled.jpeg\" alt=\"\" \/><figcaption>Einer der Innenh\u00f6fe der Zitadelle gibt einen guten Eindruck, wie gro\u00df die Anlage ist. Zu sehen ist die Au\u00dfenmauer des Rittersaals, in dem die Kreuzritter gegessen haben.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Nicht nur, dass das \u00fcberirdische Gel\u00e4nde der Altstadt Akkos schon gro\u00df war. Es gibt dar\u00fcber hinaus auch Tunnel, die von den Tempelrittern angelegt wurden. Sie wurden zum Teil zuf\u00e4llig wiederentdeckt und f\u00fcr Touristen zug\u00e4nglich gemacht. Die Tunnel verbinden vermutlich die Zitadelle mit dem Hafen. Nur f\u00fcr den Fall, man muss mit wichtigen Dingen schnell ein Schiff erreichen. Ein Schelm, wer da an einen Schatz denkt. Tats\u00e4chlich wurden die Templer von der franz\u00f6sischen Obrigkeit wegen Ketzerei angeklagt. Ein Schelm, wer dabei&#8230; Ihr wisst schon. Auch von der Gestaltung dieser &#8222;Ausstellung&#8220; mittels eines handybasierten System in den Tunneln selber war ich \u00e4hnlich begeistert wie von der Ausstellung in der Zitadelle der Templer.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignnone wp-image-40 size-full\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.franziskakroeger.de\/israelblog\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/img_20200118_103212_edited5730229455922446645-scaled.jpeg\" alt=\"\" \/><figcaption>Die Tunnel der Templer sind in einem Abschnitt f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich. Nur damit kein falscher Eindruck entsteht: man kann in dem Gang nicht stehen, sondern muss sehr geb\u00fcckt laufen.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Unsere Unterkunft lag mitten in der Altstadt und so waren wir in Nullkommanix sowohl auf dem Bazar als auch an der Hafenanlage, konnten uns vortrefflich in den kleinen, engen und verwinkelten Stra\u00dfen verlaufen und hatten es nicht weit zu den Sehensw\u00fcrdigkeiten der Stadt. Auf der Dachterrasse konnte man einen herrlichen Blick sowohl \u00fcber das Meer als auch \u00fcber die Stadt schweifen lassen. Interessanterweise hatten wir auch ein eigenes Badezimmer, einmal \u00fcber den Flur.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignnone wp-image-46 size-full\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.franziskakroeger.de\/israelblog\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/img_20200118_142429_edited801995807621144758-scaled.jpeg\" alt=\"\" \/><figcaption>Eng und verwinkelte ziehen sich die Gassen zwischen den H\u00e4usern durch. Bei Sonnenschein d\u00fcrfte der helle und grobe Stein ein tolles Licht werfen, bei unserem Besuch war er eher trist und nass.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Stadt war ein tolles Highlight, besonders wegen der sehr geballten Historie. Auch wenn wir mehr als einmal nasse F\u00fc\u00dfe bekommen haben und der Hunger bei der Suche nach einem Essen manchmal die gute Laune ausgeblendet hat, kann ich es r\u00fcckblickend empfehlen, Akko zu besuchen.<\/p>\n<\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Stadt hat bestimmt genau so viele Namen, wie sie Geschichten hat. Im deutschen als &#8222;Akko&#8220; bekannt, im englischen als &#8222;Acre&#8220;, im hebr\u00e4ischen als \u05e2\u05db\u05d5 oder aber sonst auch &#8222;Acho&#8220; oder &#8222;St. Jean d&#8217;Acre&#8220; oder im historischen als &#8222;Ptolmais&#8220;, blickt diese Stadt auf eine lange und nicht immer friedliche Zeit zur\u00fcck. 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